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92.9 HitFM ruft zu Hörerprotest beim Bundeskanzler auf

"Um 24.00 Uhr ist Schluss dank dem Bundeskanzler und der Medienbehörde" - "Krone"-Chef Dichand kommentiert nicht

Wien (APA) - Empörung mit einer Prise Galgenhumor prägte die Reaktionen der Moderatoren des Wiener Lokalsenders 92.9 HitFM, dessen Lizenz Dienstag Mitternacht ausläuft. "Um 24.00 ist Schluss dank dem Bundeskanzler und der Medienbehörde", hieß es am Montagnachmittag. "92.9 HitFM wird zu Grabe getragen - herzlich willkommen in der Hans-Peter Lehofer und Alfred Grinschgl Sterbehilfe-Sendung."

Musikalisch untermalt wurden die letzten Stunden des im mehrheitlichen Besitz einer "Krone"-Stiftung stehenden Senders mit Musiktiteln wie "I'm A Looser, Baby" oder "Frequency".

Die Medienbehörde habe entschieden, dem Radio die Lizenz zu entziehen, Schuld seien der Bundeskanzler sowie KommAustria-Leiter Hans-Peter Lehofer und Alfred Grinschgl, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR), so der Grundtenor. Als Begründung werde laut HitFM angegeben, dass es in Wien bereits genug Sender jugendlichen Formats gebe. Dass die Radioaktivitäten der Mediaprint in Wien eine Hauptrolle beim Behördenentscheid gespielt haben, wurde den 92.9 HitFM-Hörern allerdings nicht mitgeteilt.

Die Fangemeinde des seit Sommer vergangenen Jahres als "junges" Radio positionierten Senders war verstört: Eine Hörerin teilte am Telefon mit, "dass es mir urleid tut, was sie mit euch machen". Im Chat auf der HitFM-Homepage herrschte Betroffenheit: "Ich hab heute in der Arbeit die ganze Zeit an HitFM gedacht", schrieb ein User. "Und geheult hab ich sowieso", fügte ein anderer hinzu. Die Nachricht von einer geplanten Demonstration - oder "kleinen Abschiedsfeier" - beim Studio im 15. Wiener Gemeindebezirk machte die Runde - andere Internet-Foren berichteten allerdings von einem spontanen Treffen am Senderstandort Donauturm. 92.9 HitFM forderte unterdessen die Hörer auf, sich via E-Mail bei Kanzler Wolfgang Schüssel (V) zu beschweren und gab darüber hinaus eine Telefonnummer des Bundeskanzleramts durch.

Seit August 2000 firmiert das frühere 92.9 RTL als HitFM, das "jeden Tag neue Songs", so der Claim, auf Sendung brachte. Zuvor hatte der Sender einige Relaunches hinter sich gebracht, vor der Positionierung als Jugendradio hatte man auf "klassischen Rock" gesetzt. Der Radiotest für 2000 wies 92.9 HitFM eine Tagesreichweite von 3,2 Prozent bei einem Marktanteil von drei Prozent aus. Bei der jungen Zielgruppe (14 bis 49 Jahre) kam man im Vorjahr auf 4,8 Prozent Reichweite und fünf Prozent Marktanteil.

"Krone"-Chef Hans Dichand wollte am Dienstag gegenüber der APA den Behördenbescheid nicht kommentieren. Er verwies auf den Mediaprint-Manager Wolfgang Altermann. Dieser war jedoch - ebenso wie Geschäftsführer Bernhard Weis - nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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